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Donnerstag, 26. Juli 2007

Kubuntu: Anmeldung schlägt fehl

Ich konnte mich gerade nicht an meinem Kubuntu-System anmelden. Nach der Passwort-Abfrage sah es zwar kurz so aus, als starte das System wie gewöhnlich. Drei Sekunden später erschien aber wieder der Anmelde-Bildschirm. Dummerweise gab Kubuntu keine Fehlermeldung aus.
Mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[F1] konnte ich mich zwar an der Konsole anmelden, die Protokolle in /var/log gaben jedoch auch keinen Hinweis auf einen Fehler.

Lösung
Das Problem bestand darin, dass die Festplatte, auf der das System lief, zu 100% belegt war. Nachdem ich einige Dateien auf eine andere Partition verschoben hatte, startete das System wie gewohnt.

Hinweis
Falls jemand ein Linux-System mit fast voller Festplatte betreibt, sollte er so schnell wie möglich dafür sorgen, ein bisschen Platz zu schaffen, um nicht wie ich mit diesem seltsamen Problem konfrontiert zu werden.

Montag, 23. Juli 2007

Samba-Server beschleunigen

Mit ein paar einfachen Handgriffen kann man die Leistung eines Samba-Server erheblich steigern und sowohl die Verbindung als auch die Datenübertragung verbessern.
Folgende Änderungen müssen dazu in der Konfigurationsdatei /etc/samba/smb.conf vorgenommen werden:

1. WINS-Support aktivieren
Falls es im Netzwerk keinen Windows-Server gibt, der die Auflösung der Namen übernimmt, sollte man den WINS-Support aktiveren. Der Linux-Rechner übernimmt dadurch die Auflösung der Adressen und erspart es den anderen Rechnern im Netzwerk, diese Informationen bei jeder Verbindung selbst einzuholen.

wins support = yes

2. TCP-Delay verringern
Während sich der WINS-Support vor allem beim Suchen von Rechnern auszahlt, erhöht der folgende Trick die Durchsatzrate. Mit den Socket-Optionen erzwingt man, dass Verzögerungen beim Versand der Pakete gering gehalten werden. Damit lässt sich die Leistung laut des O'Reilly-Buchs Using Samba um bis zu 30% bis 50% steigern.

socket options = TCP_NODELAY SO_RCVBUF=8192 SO_SNDBUF=8192

Sonntag, 15. April 2007

ies4linux: Probleme mit IE 5 und 5.5


ies4linux automatisiert die Installation des Internet Explorer unter Linux und nimmt dem Benutzer die Konfiguration von Wine ab. Ein ausgefallener Server und ein kleines Problem bei der Fehlerbehandlung hindern es jedoch im Moment daran, den Internet Explorer in den Version 5 & 5.5 herunterzuladen.

Problem

Der Server, von dem die für die Installation benötigten Dateien heruntergeladen werden sollen, scheint im Moment nicht erreichbar zu sein. Zwar hat der Entwickler Sergio Lopez in seinem Skript zwei alternative Spiegel vorgesehen, aufgrund eines Versäumnisses beim Start des Downloadmanagers Wget wird der alternative Server aber leider erst nach einer Viertelstunde gestartet.

Lösung

Um das Problem zu lösen, genügt eine kleine Modifikation der Datei lib/download.sh. Dem Aufruf von wget in Zeile 26 müssen lediglich die Parameter "-t 1 -T 5" hinzugefügt werden. Das kleine T bestimmt dabei, wie oft versucht werden sollen, die Datei herunterzuladen (tries). Das große T gibt an, wie lange gewartet werden soll, bis der Versuch abgebrochen wird (timeout). Gerade bei letzterem wird ies4linux zum Opfer dem Standardwerts von wget. Wget wartet eine Viertelstunde bevor versucht wird, einen alternativen Spiegel zu benutzen. Dies verzögert die Installation und führt in den meisten Fällen wahrscheinlich dazu, dass der Benutzer die Installation abbricht.
Ich habe dem Entwickler eine eMail mit einer Erläuterung und einem Patch geschickt und hoffe, dass er das Problem so schnell wie möglich beheben kann und es Webdesigner damit wieder so einfach wie möglich gemacht wir, ihre Seiten auch unter Linux mit dem Internet Explorer zu testen.

Mittwoch, 21. März 2007

Interview mit Compiz-Entwickler


In der Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Der Standard findet man ein interessantes Interview mit dem Compiz-Entwickler David Reveman. Durch die so genannte Input Transformation sei es nun möglich "vom Compositing Manager transformierte Windows weiter zu bearbeiten", wodurch die Entwickler die Möglichkeit haben, "so ziemlich alles [zu] machen, was denkbar ist". Videos mit Beispielen zu Compiz gibt es auf der Seite des Projektes.

[Bildquelle: flickr, archangel_raphael]

Samstag, 17. Februar 2007

Open Source-Bewegung & Bewegung der Open Source


Eine Diskussion im Golem-Forum hat ich heute an ein Problem erinnert, über das ich schon seit geraumer Zeit schreiben wollte. Thema der Diskussion war die Meldung, dass der Novell-Entwickler Greg Kroah-Hartman Hardware-Herstellern angeboten hat, kostenlos Linux-Treiber für ihre Produkte zu entwickeln. Er erklärte sich darüber hinaus dazu bereit, NDAs (Non-Disclosure Agreement, sprich Vertraulichkeitsvereinbarungen) zu unterzeichnen und sorgte dadurch vor allem im BSD-Lager für Unmut.
Zum Problem an sich möchte ich nur sagen, dass ich auf Kroah-Hartmans Seite stehe und aus Sicht eines Benutzers denke, dass es wichtiger ist einen funktionierenden Treiber zu haben als blind einer Ideologie zu folgen und sich damit die Chance zu nehmen seine Software zu verbessern und attraktiver zu machen.
Im Forum wurde unter dem Titel BSD-Lizenz = Prostitution darüber gestritten, welche Lizenz freier und für den Programmierer besser ist: Die BSD-Lizenz oder die GPL.
Das Ganze hat mich unweigerlich an den Monty Python-Film Das Leben des Brian erinnert. Im Film stehen sich die Widerstandsgruppen Volksfront von Judäa und Judäische Volksfront gegenüber. Die Gruppen haben identische Ziele und versuchen beide, Pilatus' Frau zu entführen um ihn zu erpressen. Während der Entführung treffen die beiden Gruppen aufeinander. Anstatt sich miteinander zu verbünden um so die Chance zu erhöhen, dass ihr Plan gelingt, streiten sie darüber, welche Gruppe das Recht hat die Frau zu entführen. Im Verlauf des Streits bringen sich die Widerstandskämpfer gegenseitig um.
Auch die Open Source-Bewegung ist in ähnlicher Weise gespalten und läuft dadurch meiner Meinung nach Gefahr sich in Grabenkämpfen zwischen Splittergruppen zu verlaufen. Sowohl im Großen als auch im Kleinen existieren im Open Source-Bereich viele Produkte mit ähnlichem Funktionsumfang. Die Entwickler verschwenden dabei eine Menge Zeit damit, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Das Ganze beginnt mit den verschiedenen Kerneln, zeigt sich im Streit zwischen den verschiedenen Desktop-Umgebungen und gipfelt im Wirrwarr der Linux-Distributionen.
Mein Vorschlag lautet deshalb: "Programmierer aller Lizenzen vereinigt Euch! "

Donnerstag, 4. Januar 2007

3D-Desktop mit Touchscreen

Ubuntu: Probleme beim Herunterfahren


Ich hatte in letzter Zeit häufig das Problem, dass ich mein Kubuntu-System nicht richtig herunterfahren konnte. Der PC fuhr zwar erst wie gewohnt herunter, blieb dann aber hängen und zeigte nur noch einen schwarzen Bildschirm. Danach konnte ich das System manchmal durch die Tastenkombination Strg + Alt + Backspace zum Herunterfahren bringen, in den meisten Fällen musste ich den Rechner jedoch nach einem manuellen Reset über den Schalter am Gehäuse ausschalten.

Lösung

Seitdem ich in der Konfigurationsdatei /etc/kde3/kdm/kdmrc die Zeile TerminateServer=true auskommentiert habe, fährt mein System wieder zuverlässig herunter.
Das Problem wird wahrscheinlich vom KDE-Display-Manager KDM verursacht.

Montag, 1. Januar 2007

Shell-Grundlagen mit Pipes

Bevor Apple mit dem Macintosh die grafische Benutzeroberfläche eingeführt hat, fand die Interaktion zwischen Mensch und Maschine fast ausschließlich über so genannte Shells (engl. Muschel) statt.
In einer Shell werden Programme und Dateien nicht über Icons oder Menüs, sondern Ihren Namen aufgerufen. Die Programme können zusätzliche Parameter, wie Dateinamen, entgegennehmen. Der Funktionsumfang dieser Anwendungen war jedoch in der Anfangszeit stark eingeschränkt.

Rohrpost

Unter UNIX-Betriebssystemen wurden diese Einschränkungen durch die mächtigen Pipes (als Symbol „|“ ) aufgehoben. Durch Pipes (engl. Röhren) werden zwei Programme miteinander verknüpft. Genauer gesagt wird die Ausgabe von Programm A als Eingabe an Programm B weitergegeben.

Beispiel 1:

$ cat /var/log/messages | grep eth0

Im Beispiel werden die Programme cat und grep miteinander verknüpft. Cat dient dazu Dateien auszugeben, grep durchsucht Dateien nach Suchbegriffen oder regulären Ausdrücken und gibt alle Zeilen aus, die den Suchbegriff enthalten. Durch die Pipe wird der Inhalt der Datei nicht auf dem Bildschirm ausgegeben, sondern an grep weitergeleitet. Als Ergebnis erhält der Nutzer alle Zeilen der Datei /var/log/messages, die den Suchbegriff eth0 enthalten.
Pipes können beliebig oft kombiniert werden.

Umleitung

Die Ausgabe eines Programms lässt sich nicht nur an ein anderes Programm weiterleiten. Mit dem Zeichen > kann die Ausgabe auch in eine Datei umgeleitet werden.

Beispiel 2:

$ cat /var/log/messages | grep eth0 > netzwerkkarte.log

Der Befehl leitet die Ausgabe aus Beispiel 1 in die Datei netzwerkkarte.log um.

Das Zeichen < dient dazu, eine Datei als Eingabe eines Programms zu verwenden.

Beispiel 3:

$ grep eth0 < /var/log/messages

Philosophie

Die drei vorgestellten Konzepte sind Beispiele für die Macht, die hinter der so genannten UNIX-Philosophie¹ steckt. UNIX-Programme werden auf eine einzige Aufgabe zugeschnitten und darauf ausgelegt, möglichst gut mit anderen Programmen zusammenzuarbeiten. Die Pipes erlauben es auf Basis dieser einfachen Programme nach dem Lego-Prinzip maßgeschneiderte Lösungen für beliebig komplexe Aufgaben zu erstellen.

[¹] http://de.wikipedia.org/wiki/Unix-Philosophie

Dienstag, 26. Dezember 2006

Programmvorstellung: YaKuake


YaKuake ist ein Konsolen-Emulator, der sich an die Konsole des Computerspiels Quake anlehnt. Das Programm startet nicht wie üblich ein eigenständiges Fenster, sondern gleitet auf Tastendruck (F12) vom oberen Bildschirmrand hinein und verschwindet bei Inaktivität automatisch.
Das Programm wird per sudo apt-get install yakuake installiert und ist im K-Menü unter der Kategorie Dienstprogramme zu finden.

Ubuntu: K3b & MP3

Um unter Ubuntu mit K3b Audio-CDs aus MP3-Dateien zu erstellen, fehlt in der Standard-Installation aus lizenzrechtlichen Gründen die Bibliothek libk3b2-mp3. Diese Bibliothek befindet sich im Repositorum Universe. Stellen Sie deshalb vor der Installation sicher, dass die entsprechenden Quellen in der Datei /etc/apt/sources.list vorhanden sind.
Installieren Sie das Paket danach per sudo apt-get install libk3b2-mp3.

Dienstag, 19. Dezember 2006

Ubuntu: Amarok & PostgreSQL

Um Amarok mit PostgreSQL als Datenbank zu betreiben, muss PostgreSQL TCP/IP-Verbindungen akzeptieren.
Editieren Sie dazu die Konfigurationsdatei /etc/postgresql/7.4/main/postgresql.conf und fügen Sie die Zeile tcpip_socket = True hinzu.

Ubuntu Edgy Eft

Ich habe gestern mein Debian Etch gegen Kubuntu Edgy Eft ausgetauscht und bin zufrieden mit meiner Entscheidung.
Nach dem Einlegen der Installations-CD startet ein vollwertiges Live-System à la Knoppix, man kann das Betriebsystem also schon vor der Installation testen und ggfs. Hardware-Probleme entdecken, bevor es zu spät ist.
Die Installation verlief flott und reibungslos.
Grafische Spielereien mit XGL & Berly habe ich auch schon ans Laufen bekommen, durch die schlechten ATI-Treiber eignet sich das Ganze im Moment aber noch nicht für den produktiven Einsatz.

Mittwoch, 29. November 2006

VMware startet nicht mehr (Debian Etch)

Manchmal startet VMware Server (bzw. Workstation) nach einem Update der Debian-Distribution nicht mehr. Dieser Artikel beschreibt, wie Sie zwei der häufigsten Probleme lösen können.

1.) Neuer Linux-Kernel

Möglicherweise wurde während eines Debian-Updates ein neuer Kernel installiert, für den das Repository kein passendes VMware-Kernel-Modul bereitstellt. Um dieses Problem zu lösen, müssen Sie das Kernel-Modul mit dem Skript /usr/bin/vmware-config.pl (als Root) selbst erstellen und VMware neu konfigurieren.
Stellen Sie zuvor sicher, dass die Quelltexte des aktuellen Kernels installiert sind.

Tippen Sie dazu als Root:

apt-get install linux-headers-$(uname -r)
rm /usr/src/linux
ln -s /usr/src/linux-headers-$(uname -r)
\ /usr/src/linux

Anm.: Der Zusatz hinter dem Dollarzeichen stellt sicher, dass die Quellen des aktuellen Kernel heruntergeladen werden.


2.) Paketkonflikt (Lösung durch Entfernen)

Falls VMware trotz der Neukonfiguration nicht startet, sollten Sie überprüfen, ob möglicherweise das Paket libdbus-1-2 während eines Updates mitinstalliert wurde. Dies erfahren Sie durch ein:

apt-cache show libdbus-1-2 | grep Status

Sofern es installiert ist, können Sie es per apt-get remove libdbus-1-2 entfernen, falls das Paket in Abhängigkeit zu anderen Paketen steht, schauen Sie unter 3.).


3.) Paketkonflikt (Workaround)

Falls es bei der Deinstallation des Paketes zu Problemen oder Paketkonflikten kommen sollte, müssen Sie das Wrapper-Skript /usr/lib/vmware/lib/wrapper-gtk24.sh anpassen. Eine Anleitung [1] dazu finden Sie im Kanotix-Forum.

[1] http://kanotix.com/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&p=132103#132103 (Englisch)