Dienstag, 27. Februar 2007

Writeboard

Die Webseite Writeboard ist ein Produkt der Webdesign-Firma 37signals, die vor allem für das Webframework RubyOnRails bekannt ist. Writeboard ermöglicht es auf einfache Art und Weise mit mehreren Leuten an einem Dokument zu arbeiten. Neben der Möglichkeit, die Arbeit zu kommentieren, speichert Writeboard jede Änderung am gemeinsam bearbeiteten Text. Unterschiede zwischen verschiedenen Versionen der Texte können farbig hervorgehoben werden, wodurch Änderungen leicht zu erkennen sind. Darüber hinaus kann ein RSS-Feed abonniert werden, mit dessen Hilfe man sich bequem über Änderungen am Text informieren kann.
Writeboard ist meiner Meinung nach besonders praktisch, weil sich die Entwickler auf das Wesentliche konzentriert haben. Um ein eigenes Writeboard zu erstellen, genügt es einen Namen für das Dokument, ein Passwort und seine eMailadresse anzugeben. Man hat danach die Möglichkeit, Freunde und Kollegen zur Mitarbeit am Dokument einzuladen.
Durch die Beschränkung auf das Wesentliche und die kinderleichte Bedienung der Webseite ist Writeboard auf jeden Fall einen Blick wert, wenn es darum geht mit mehreren Leuten an einem Text zu arbeiten.

Samstag, 17. Februar 2007

Open Source-Bewegung & Bewegung der Open Source


Eine Diskussion im Golem-Forum hat ich heute an ein Problem erinnert, über das ich schon seit geraumer Zeit schreiben wollte. Thema der Diskussion war die Meldung, dass der Novell-Entwickler Greg Kroah-Hartman Hardware-Herstellern angeboten hat, kostenlos Linux-Treiber für ihre Produkte zu entwickeln. Er erklärte sich darüber hinaus dazu bereit, NDAs (Non-Disclosure Agreement, sprich Vertraulichkeitsvereinbarungen) zu unterzeichnen und sorgte dadurch vor allem im BSD-Lager für Unmut.
Zum Problem an sich möchte ich nur sagen, dass ich auf Kroah-Hartmans Seite stehe und aus Sicht eines Benutzers denke, dass es wichtiger ist einen funktionierenden Treiber zu haben als blind einer Ideologie zu folgen und sich damit die Chance zu nehmen seine Software zu verbessern und attraktiver zu machen.
Im Forum wurde unter dem Titel BSD-Lizenz = Prostitution darüber gestritten, welche Lizenz freier und für den Programmierer besser ist: Die BSD-Lizenz oder die GPL.
Das Ganze hat mich unweigerlich an den Monty Python-Film Das Leben des Brian erinnert. Im Film stehen sich die Widerstandsgruppen Volksfront von Judäa und Judäische Volksfront gegenüber. Die Gruppen haben identische Ziele und versuchen beide, Pilatus' Frau zu entführen um ihn zu erpressen. Während der Entführung treffen die beiden Gruppen aufeinander. Anstatt sich miteinander zu verbünden um so die Chance zu erhöhen, dass ihr Plan gelingt, streiten sie darüber, welche Gruppe das Recht hat die Frau zu entführen. Im Verlauf des Streits bringen sich die Widerstandskämpfer gegenseitig um.
Auch die Open Source-Bewegung ist in ähnlicher Weise gespalten und läuft dadurch meiner Meinung nach Gefahr sich in Grabenkämpfen zwischen Splittergruppen zu verlaufen. Sowohl im Großen als auch im Kleinen existieren im Open Source-Bereich viele Produkte mit ähnlichem Funktionsumfang. Die Entwickler verschwenden dabei eine Menge Zeit damit, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Das Ganze beginnt mit den verschiedenen Kerneln, zeigt sich im Streit zwischen den verschiedenen Desktop-Umgebungen und gipfelt im Wirrwarr der Linux-Distributionen.
Mein Vorschlag lautet deshalb: "Programmierer aller Lizenzen vereinigt Euch! "

Sonntag, 11. Februar 2007

Zensur auf YouTube?


Am 8. Februar 2007 wurde der YouTube-Account des Atheisten Nick Gisburne ohne Vorwarnung gelöscht. Stein des Anstoßes war offenbar ein Video Gisburnes, in dem Zitate aus dem Koran gezeigt wurden.
Jedem sollte bewusst sein, dass ein paar aus ihrem Zusammenhang gerissene Zitate wenig Aussagekraft über eine Religion haben. Dass die Zitate in diesem Fall in englischer Sprache gezeigt wurden, ist im Falle des Koran, von dem es keine offizielle Übersetzung gibt, da man davon ausgeht, dass jede Übersetzung auch eine Interpretation beinhaltet, besonders unglücklich.
Ungeachtet der religiösen Fragen, die das Video aufwirft, bleibt es für mich fragwürdig, inwieweit es auf YouTube heute noch möglich ist, seine Meinung frei zu äußern. Gisburne hat den Koran in seinem Video nicht offensiv beleidigt, sondern nur in schon angesprochener, unglücklicher Weise zitiert. In einem Video auf seiner Webseite, in dem er das Löschen seines Accounts kommentiert, betont er außerdem, seine einzige persönliche Wertung sei der Titel des Videos, "Islamic Teachings: Cruelty From The Qur'an". Er habe darüber hinaus nicht nur Zitate des Islams, sondern auch Auszüge aus der Bibel in gleicher Weise verarbeitet. Dies sei von YouTube jedoch weder erwähnt noch beanstandet worden.
Die Kernfrage der Geschichte bleibt deshalb, inwieweit das Löschen des Accounts mit dem, in Amerika heutzutage offenbar nur teilweise geltenden, Recht auf Freie Rede zu vereinbaren ist.
Eine Gemeinschaft, egal ob virtuell oder real, lebt von Toleranz und Dialog. Unterschiedliche Weltanschauungen werden einander nie verstehen, wenn sie unliebsame Meinungen zensieren, anstatt sie zu akzeptieren.

Hinweis: Im Blog Volokh Conspiracy wirft der Leser Jonesy die Frage auf, ob das Video vielleicht gar nicht aus Zensur, sondern aufgrund von Verletzungen des Copyright gelöscht wurde.
Its possible that the video was pulled because of the quotes from the Koran, but its also possible that it was pulled because of "copyright infringement" because of the music in the background thats from The Matrix.

Samstag, 3. Februar 2007

Masterplan - About the power of Google



Gut gemachter Kurzfilm über das Informationsmonopol der Suchmaschine Google. Das Video fasst für mich eine Angst zusammen, die mich schon länger beschäftigt: "Does Google really worry about our privacy?"

In diesem Zusammenhang interessant sind auch dieser Artikel, das Chaosradio 112 - Web 2.0 und die Person Robert Steele.

via GoogleWatchBlog