Donnerstag, 2. August 2007

Umzug

Dieses Blog ist von nun an unter der Adresse http://heur.wordpress.com/ zu finden.

Sonntag, 29. Juli 2007

Drupal-Einstieg

Ich arbeite mich momentan in das Open-Source-CMS Drupal ein und möchte einige interessante Links, die mir den Einstieg erleichtert haben, weitergeben:

How Drupal Will Save The World
Eine Betrachtung der Möglichkeiten die Open-Source-Software und insbesondere Drupal bieten. Dabei geht der Autor auch auf Probleme und Nachteile des Frameworks ein.

Birth of a Drupal User
Ein allgemeiner Leitfaden zum Einstieg in Drupal. Interessant ist der Artikel vor allem, weil er auch auf das Theming, also die individuelle Gestaltung der Seiten, eingeht.

Drupal-Cookbook
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die einen umfassenden Überblick über die Drupal-Administration bietet.

Getting started with Drupal
Ein Artikel von IBM aus der Serie Using open source software to design, develop, and deploy a collaborative Web site. Dieser praxisorientierte Artikel schildert den Aufbau von Drupal besonders detailliert und erleichtert so den Einstieg in die Entwicklung eigener Funktionen und Themes.

DrupalDude (Videos)
Interessante Screencasts zu einigen fortgeschrittenen Drupal-Funktionen.

Alle Artikel sind leider nur in englischer Sprache verfügbar.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Kubuntu: Anmeldung schlägt fehl

Ich konnte mich gerade nicht an meinem Kubuntu-System anmelden. Nach der Passwort-Abfrage sah es zwar kurz so aus, als starte das System wie gewöhnlich. Drei Sekunden später erschien aber wieder der Anmelde-Bildschirm. Dummerweise gab Kubuntu keine Fehlermeldung aus.
Mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[F1] konnte ich mich zwar an der Konsole anmelden, die Protokolle in /var/log gaben jedoch auch keinen Hinweis auf einen Fehler.

Lösung
Das Problem bestand darin, dass die Festplatte, auf der das System lief, zu 100% belegt war. Nachdem ich einige Dateien auf eine andere Partition verschoben hatte, startete das System wie gewohnt.

Hinweis
Falls jemand ein Linux-System mit fast voller Festplatte betreibt, sollte er so schnell wie möglich dafür sorgen, ein bisschen Platz zu schaffen, um nicht wie ich mit diesem seltsamen Problem konfrontiert zu werden.

Dienstag, 24. Juli 2007

Windows-Webserver in 5 Minuten

Jedem der in einem kleinen Netzwerk ohne eigenen Server ein Wiki einrichten möchte oder eine bequeme Umgebung zur PHP-Entwicklung und zum Testen von CMS-Anwendungen unter Windows sucht bietet das Programm InstantRails eine bequeme Alternative zur händischen Einrichtung eines Webservers.
InstantRails, das eigentlich nur die RubyOnRails-Entwicklung unter Windows erleichtern soll, bringt einen fertig konfigurierten Apache2-Server mit PHP und PhpMyAdmin mit, der dazu genutzt werden kann, eine Intranet-Anwendung anzubieten oder PHP-Anwendungen lokal zu testen.
Die Installation gestaltet sich einfach, da die Datei lediglich heruntergeladen und entpackt werden muss. Den Server startet man mit einem Klick auf die Datei InstantRails.exe. Die PHP-Dateien müssen in den Ordner www verschoben werden und sind innerhalb des Netzwerkes unter der IP-Adresse des Rechners erreichbar.

Montag, 23. Juli 2007

Samba-Server beschleunigen

Mit ein paar einfachen Handgriffen kann man die Leistung eines Samba-Server erheblich steigern und sowohl die Verbindung als auch die Datenübertragung verbessern.
Folgende Änderungen müssen dazu in der Konfigurationsdatei /etc/samba/smb.conf vorgenommen werden:

1. WINS-Support aktivieren
Falls es im Netzwerk keinen Windows-Server gibt, der die Auflösung der Namen übernimmt, sollte man den WINS-Support aktiveren. Der Linux-Rechner übernimmt dadurch die Auflösung der Adressen und erspart es den anderen Rechnern im Netzwerk, diese Informationen bei jeder Verbindung selbst einzuholen.

wins support = yes

2. TCP-Delay verringern
Während sich der WINS-Support vor allem beim Suchen von Rechnern auszahlt, erhöht der folgende Trick die Durchsatzrate. Mit den Socket-Optionen erzwingt man, dass Verzögerungen beim Versand der Pakete gering gehalten werden. Damit lässt sich die Leistung laut des O'Reilly-Buchs Using Samba um bis zu 30% bis 50% steigern.

socket options = TCP_NODELAY SO_RCVBUF=8192 SO_SNDBUF=8192

Die Stunde Null

Nachdem ich nun seit mehr als drei Monaten nichts mehr in diesem Blog veröffentlicht habe, hoffe ich, in nächster Zeit den einen oder anderen hilfreichen Beitrag für alle Technik-interessierten Leser zu schreiben.
Neben Beiträgen über Linux werde ich in nächster Zeit verhältnismäßig viel über die Themen Webdesign und Webentwicklung schreiben, da ich mich gerade in letzter Zeit verstärkt mit RubyOnRails beschäftigt habe.

Dienstag, 17. April 2007

Wachstumsschmerzen bei Twitter

Der Entwickler Alex Payne hat in einem Interview mit Josh Kenzer's Blog Radical Behavior von den Problemen berichtet, die der schnelle Aufstieg eines sozialen Netzwerks mitsichbringen kann. Payne ist Mitarbeiter des Online-Dienstes Twitter, der es jedem Benutzer erlaubt kurze Nachrichten zu veröffentlichen, deren Länge in etwa der einer SMS entspricht. Dank des schnellen Wachstums des Portals ist Twitter die wohl größte Anwendungen, die das Ruby On Rails-Framework einsetzt.
Momentan wird die Seite jedoch von Erreichbarkeitsproblemen geplagt, da die Server nicht in der Lage sind, die 11000 Anfragen pro Sekunde zu beantworten. Die Lösung des Problems gestaltet sich nach Meinung des Entwicklers schwierig, weil Ruby On Rails ihrer Meinung nach nicht ohne weiteres in der Lage ist, mit mehr als einer Datenbank zu arbeiten.
Der Ruby On Rails-Kopf David Heinemeier Hansson hat sich in seinem Blog Loud Thinking dazu geäußert und die Twitter-Entwickler dazu aufgefordert, sich nicht zurückzulehnen und darauf zu warten, bis sich jemand anderes dem Problem zugewandt hat und es für sie gelöst hat. Seiner Meinung nach ist das Problem eine Chance für die Twitter-Entwickler, der Open-Source-Gemeinde und insbesondere Ruby On Rails etwas zurückzugeben.

via CodingHorror

Unerwartete Geschenke

Die Webseite RealSimple bietet eine englischsprachige Liste mit Dingen,von denen man nicht erwartet hätte, dass es sie gratis gibt. Besonders interessant finde ich die Möglichkeit, die Kurse des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) herunterzuladen. Das Angebot an Kursen reicht von Architektur über Nuklearphysik bis hin zur Neurobiologie.

Sonntag, 15. April 2007

Realsatire: Zeitungen vs. Internet


Mit zweiwöchiger Verspätung ist mir dank des Blogs medienrauschen ein herrliches Stück Realsatire in die Hände gefallen. Während hier und da noch über Medienkompetenz und die Chancen des Internets diskutiert wird, hat der Chefredakteur der Welt am Sonntag, Christoph Keese, die Lage bereits überblickt und die überschätzte Gefahr des Internets widerlegt. In einer für den Axel Springer-Verlag charakteristischen Mischung aus Halbwissen und Voreingenommenheit begegnet er der Frage, ob das Internet übliche Zeitungen verdrängen wird, mit folgender, gewagter Prognose:
"Zeitungen verschwinden schon deshalb nicht, weil sie ein enorm schnelles Medium sind. Eine Wissensdoppelseite in der "Welt am Sonntag" über Wale, Löwen, Allergien, den Vatikan oder StarWars bringt es leicht auf ein Datenvolumen von zwei Gigabyte - bei der Zeitung dauert das Laden eine halbe Sekunde: Umblättern, fertig! Machen Sie das mal im Internet, das kann dauern, auch mit DSL. Bequem im Sessel sitzen und blitzschnell zehn große Artikel auf eine angenehm raschelnde Papierfläche laden - das hat doch was."
Christoph Keese, "medium magazin", vom April 2007
Vor allem die der Zeitung zugeschriebene Geschwindigkeit sollte auch bei technisch weniger versierten Menschen eine gewisse Skepsis auslösen, da der Geschwindigkeitsvorteil des Internets nicht zuletzt dank der eMail hinlänglich bekannt ist.
Es bleibt deshalb zu hoffen, dass Herr Keese einen eher trockenen Humor hat und seine Aussage ein verspäteter Aprilscherz war.

Quelle des Bilds: turi2

Spreeblick: Interview mit Stefan Niggemeier

Auf Spreeblick findet man im Moment ein interessantes Interview mit dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier. Niggermeier ist vor allem durch seine Mitarbeit am Watchblog Bildblog bekannt und veröffentlicht in seinem privaten Blog medienkritische Berichte wie beispielsweise die Abzocke mit Call-In-Sendungen auf Neunlive.

ies4linux: Probleme mit IE 5 und 5.5


ies4linux automatisiert die Installation des Internet Explorer unter Linux und nimmt dem Benutzer die Konfiguration von Wine ab. Ein ausgefallener Server und ein kleines Problem bei der Fehlerbehandlung hindern es jedoch im Moment daran, den Internet Explorer in den Version 5 & 5.5 herunterzuladen.

Problem

Der Server, von dem die für die Installation benötigten Dateien heruntergeladen werden sollen, scheint im Moment nicht erreichbar zu sein. Zwar hat der Entwickler Sergio Lopez in seinem Skript zwei alternative Spiegel vorgesehen, aufgrund eines Versäumnisses beim Start des Downloadmanagers Wget wird der alternative Server aber leider erst nach einer Viertelstunde gestartet.

Lösung

Um das Problem zu lösen, genügt eine kleine Modifikation der Datei lib/download.sh. Dem Aufruf von wget in Zeile 26 müssen lediglich die Parameter "-t 1 -T 5" hinzugefügt werden. Das kleine T bestimmt dabei, wie oft versucht werden sollen, die Datei herunterzuladen (tries). Das große T gibt an, wie lange gewartet werden soll, bis der Versuch abgebrochen wird (timeout). Gerade bei letzterem wird ies4linux zum Opfer dem Standardwerts von wget. Wget wartet eine Viertelstunde bevor versucht wird, einen alternativen Spiegel zu benutzen. Dies verzögert die Installation und führt in den meisten Fällen wahrscheinlich dazu, dass der Benutzer die Installation abbricht.
Ich habe dem Entwickler eine eMail mit einer Erläuterung und einem Patch geschickt und hoffe, dass er das Problem so schnell wie möglich beheben kann und es Webdesigner damit wieder so einfach wie möglich gemacht wir, ihre Seiten auch unter Linux mit dem Internet Explorer zu testen.

Samstag, 14. April 2007

Können Webdienste Desktopanwendungen ersetzen?

Gestern wurde auf Slashdot auf einen Artikel von Matt Hartley von MadPenguin verwiesen, in dem er sich fragt, ob Webdienste die Desktop-Anwendungen jemals ersetzen können.
Ich würde sagen, dass die Internetangebote konventionelle Webanwendungen zwar nie ganz ersetzen können und gerade Benutzer, die viel mit einem bestimmten Programm arbeiten müssen und es genau auf sich abstimmen wollen, wenig Freude an Webanwendungen haben werden.
Ich denke jedoch, dass gerade im weit größeren Feld der Anwender, die die Software nur selten benutzen und sehr viel Wert auf Bequemlichkeit legen, eine riesige Nachfrage nach einfachen Anwendungen, die man ohne viel Wissen und Aufwand schnell und überall zur Verfügung haben kann, besteht.
Seine Einwände in Hinblick auf die Sicherheit der Webanwendungen wurden bereits in den Slashdot-Kommentaren am Beispiel des Online-Bankings widerlegt.
Ich persönlich nutze Google Mail anstatt einer Desktop-Anwendungen und bin sehr zufrieden. Wie sieht es mit euch aus? Benutzt ihr ausschließlich Desktop-Programme oder gehört ihr gar zu den Leuten, die nur den Webbrowser brauchen?

Samstag, 7. April 2007

c't: Erfolgreich präsentieren und vortragen

Ich wollte nur kurz auf einen schon etwas älteren, aber dennoch informativen und hilfreichen c't-Artikel hinweisen. Im Artikel gibt der Management-Trainer Dr. Albert Thiele Tipps und Tricks für erfolgreiche Vorträge. Er spricht sich dabei vor allem dafür aus, den Zuhörer in den Mittelpunkt des Vortrages zu stellen und warnt davor, mangelnde rhetorische Qualitäten durch aufwendige und dem Vortrag nicht dienende Powerpoint-Präsentationen zu ersetzen. Abschließend formuliert er 10 goldenen Regeln für einen erfolgreichen Auftritt.

Dienstag, 3. April 2007

Google Cache durchsuchen

Die Suchmaschine Google speichert eine Kopie von jeder Webseite, die sie beim Erstellen des Suchindexes durchsucht, im so genannten Google Cache. Der Google Cache kann von jedem Nutzer betrachtet werden und ist vor allem dann nützlich, wenn eine Webseite vom Betreiber gelöscht wurde respektive gelöscht werden musste (wie beispielsweise Webseiten, die Gitarrentabulaturen anbieten und von der MPA verklagt wurden) oder die Seite ein Opfer des Slashdot-Effekts geworden ist.
Um direkt auf den Google Cache zuzugreifen, muss man die Adresse der Seite, die man betrachten will, an die folgende URL anhängen.

http://google.com/search?q=cache:www.adresse.de

Um eine spezielle Webseite zu betrachten, müssen Sie den kompletten Pfad zur Seite angeben.

http://google.com/search?q=cache:www.adresse.de/pfad/zur/seite.html

Für den Open-Source-Browser Firefox gibt es entsprechende Add-Ons, die das Durchsuchen des Caches erheblich erleichtern.

via Driss-A-Blog

Donnerstag, 29. März 2007

Video2Brain - Ruby On Rails


Ich habe mir gestern die DVD "Ruby On Rails" von Michael Raider gekauft. Ziel des siebeneinhalb Stunden langen Video-Trainings aus der Reihe "Video2Brain" des Fachbuchverlags Addison-Wesley ist es, eine Alternative zum mühsamen Lernen aus Büchern und zum Besuch teurer Schulungen zu bieten.
Mein erster Eindruck ist sehr gut. Die DVD ist in zwei Teile geteilt: der eine Teil, der sich mehr mit theoretischen und allgemeinen Dingen beschäftigt, kann am Fernseher betrachtet werden, der andere Teil, der alle Videos, die zum Workshop gehören enthält, ist für den Gebrauch am PC gedacht.
Erfreulicherweise ist der Teil für den PC als Flash-Anwendung realisiert worden, weshalb auch Mac- und Linux-Nutzer die Chance haben die Videos am PC zu betrachten. Das Video-Training wird als kommentierter Screencast umgesetzt, dem man gut folgen kann. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es eine Multiple-Choice-Test, mit dem der Lernerfolg geprüft werden kann, und eine schriftliche Zusammenfassung des Kapitels. Mehr zur DVD und wie gut man letztendlich mit ihr arbeiten kann, gibt es, sobald ich die DVD durchgearbeitet habe.
Die DVD kostet 39,95 Euro. Auf der Webseite des Verlags gibt es drei Beispielvideos zu sehen.

Freitag, 23. März 2007

Web-2.0-Logo mit Gimp erstellen

Logo
Das folgende Tutorial beschreibt wie Sie in wenigen Schritten ein Web-2.0-Logo erstellen. Die Bilder gibt es auch in einer Picasa-Galerie.



1. Erstellen Sie ein 800x600 Pixel großes Bild mit weißem Hintergrund.



2. Wählen Sie das Text-Werkzeug aus und zeichnen Sie den gewünschten Schriftzug.



3. Aktivieren Sie das "Bereiche nach Farbe auswählen"-Werkzeug und markieren Sie damit den Text.



4. Erstellen Sie eine neue, transparente Ebene (Ebene-Dialog).





5. Wählen Sie einen helleren Farbton und den Farbverlauf "VG nach Transparenz" aus. Erstellen Sie nun mit dem Farbverlauf-Werkzeug einen Farbverlauf, der vom oberen zum unteren Rand des Schriftzuges reicht.



6. Kopieren Sie die Ebene des Original-Schriftzuges, verschieben Sie sie nach unten und spiegeln Sie sie anschließend per "Ebene"->"Transformation"->"Vertikal spiegeln".



7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die kopierte Ebene und wählen Sie "Ebenenmaske hinzufügen" aus. Als Ebenemaskentyp wählen Sie "Schwarz (voll Transparenz)".



8. Wählen Sie erneut das Farbverlauf-Werkzeug aus und erstellen Sie damit einen Verlauf vom oberen bis zu 3/4 des unteren Rands des Schriftzuges.









Optional: Um den Schriftzug mit einem Button zu verzieren, wählen Sie "Render"->"Gfig..." aus. Zeichnen Sie einen 16-eckigen Stern ohne Umrandung und mit einem Farbverlauf in einer anderen Farbe. Nutzen Sie das Werkzeug "Einzelnen Punkt bewegen" dazu, den Punkt am inneren Rand des Sterns nach außen zu ziehen um den Stern runder und plastischer wirken zu lassen. Fügen Sie abschließend einen Schriftzug hinzu.

Mittwoch, 21. März 2007

Interview mit Compiz-Entwickler


In der Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Der Standard findet man ein interessantes Interview mit dem Compiz-Entwickler David Reveman. Durch die so genannte Input Transformation sei es nun möglich "vom Compositing Manager transformierte Windows weiter zu bearbeiten", wodurch die Entwickler die Möglichkeit haben, "so ziemlich alles [zu] machen, was denkbar ist". Videos mit Beispielen zu Compiz gibt es auf der Seite des Projektes.

[Bildquelle: flickr, archangel_raphael]

Donnerstag, 15. März 2007

Eine schwarze Google-Startseite und der Klimaschutz


Die Diskussion um den Klimaschutz treibt sehr interessante Blüten. Während bei ProLinux der CO2-Ausstoß diskutiert wird, der durch das Kompilieren der Linux-Distribution Gentoo verursacht wird, hat der Amerikaner Mark Ontkus errechnet, wie viel Strom gespart werden könnte, wenn Google die Hintergrundfarbe ihrer Suchmaschine von weiß auf schwarz ändern würde. Ontkus beruft sich dabei auf einen Artikel des Rising Phoenix Design, demzufolge eine weiße Webseite 74 Watt, eine schwarze jedoch nur 59 Watt Strom verbraucht. Googles Suchmaschine, die täglich ungefähr 200 Millionen Suchanfragen beantwortet und damit, vorausgesetzt die Anfrage dauert im Durchschnitt 10 Sekunden, über 550.000 Stunden pro Tag angezeigt wird, könnte mit einem Wechsel der Hintergrundfarbe laut Ontkus circa 8,3 Megawattstunden pro Tag respektive 3000 Megawattstunden pro Jahr einsparen.
Eine sehr interessante Idee, wobei der Stromverbrauch laut den Kommentaren in Ontkus Blog nur bei Röhrengeräte von der Helligkeit abhängt und eine schwarze Startseite die Lesbarkeit meiner Meinung nach stark beeinträchtigen würde.

[Bildquelle: ecoIron, Mark Ontkush]

Montag, 12. März 2007

Ist Europa innovationslos?


Betrachtet man die Unternehmen, die das Internet in den letzten Jahren maßgeblich verändert haben, fallen einem mit Yahoo, Google, Amazon, eBay, ICQ, Blogger, Flickr, YouTube und MySpace hauptsächlich amerikanische Entwicklungen ins Auge.
Diese Beobachtung passt wunderbar zum folgenden Zitat Bette Midlers, auch wenn man es in diesem Fall auf ganz Europa beziehen kann:
"When it's three o'clock in New York, it's still 1938 in London."

Insbesondere das deutsche Engagement im Internet beschränkt sich auch in den Zeiten des Web 2.0 weitestgehend darauf, amerikanische Ideen mehr oder weniger gelungen zu kopieren und sie als Eigenleistung zu verkaufen.
Ob nun das von den Jamba-Gründern Marc, Oliver und Alexander Samwer gegründete Auktionshaus alando.de, das bereits sechs Monate nach der Gründung für 50 Millionen Dollar an den Ideengeber eBay verkauft wurde, die Vielzahl an Video-Portalen, die den Marktführer YouTube kopieren, oder die vor allem durch Sicherheitsprobleme und die Eskapaden des Firmengründers Ehssan Dariani in die Schlagzeilen geratene Facebook-Kopie StudiVZ: Interessante Ideen und Mut zur Innovation fehlen.
Dabei war es nie einfacher sich mit einer guten Idee innerhalb kurzer Zeit und mit einem im Vergleich zu anderen Branchen geringen finanziellen Risiko selbstständig zu machen. Dies beweisen der Leipziger Online-Service Spreadshirt, der es seinen Benutzern erlaubt einen eigenen T-Shirt-Shop einzurichten, oder das in Luxemburg gegründete Unternehmen Skype, das zu den Vorreitern der Internet-Telefonie (VOIP) gehört. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch das noname-community project, das die Entwicklung ihrer Web 2.0-Anwendung in einem Blog dokumentiert.
Hier wird deutlich, dass es nicht an Ideen fehlt. Es ist vielmehr eine Frage der Unternehmungslust und des dazu nötigen Selbstbewusstseins. Ich kann deshalb jedem, der eine gute Idee hat, nur dazu raten, diese auch umzusetzen um so seinen Teil zur Innovation und Weiterentwicklung des Internets beizutragen.

Samstag, 3. März 2007

Buch: Getting Real


Ich habe ja vor ein paar Tagen bereits Writeboard von 37signals vorgestellt. Die Firma finde ich im Moment sehr interessant. Zum einen, weil sie die Entwickler von RubyOnRails sind, zum anderen, weil sie interessante Webanwendungen herstellen, die sich auf das Wesentliche beschränken.
Auf ihrer Webseite gibt es neben dem interessanten und oft witzigen Blog Signal vs. Noise auch das Buch Getting Real, dass wahlweise als PDF oder gedrucktes Buch gekauft oder online gelesen werden kann. Das Buch enthält verschiedene Essays der Entwickler und Designer bei 37signals und erläutert die Firmen-Philosophie. 37signals verfolgt interessante und unkonventionelle Ansätze in Hinblick auf gutes Webdesign und die Führung des Unternehmens. Das Buch ist deshalb insbesondere für Leute interessant, die selbst Webanwendungen entwickeln und ihre Software besser und kundenfreundlicher machen wollen.
Wer Interesse an der Firma hat und sich ein Bild der Mitarbeiter machen will, sollte sich außerdem den Apple-Werbespot "37Signals on the Greatness of Macs" anschauen. Er wirkt zwar teilweise etwas lächerlich, die grundsätzliche Philosophie der Firma wird aber gut dargestellt.